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Gemüsebeet ohne Umgraben

Im naturnahen Garten sind die Gemüsebeete ganzjährig bedeckt. Über den Winter schützt eine dicke Schicht aus Laub und halbgarem Kompost den Gartenboden vor Austrocknung und Erosion. Wenn im Frühjahr die Zeit für die Beetvorbereitung zur Direktsaat im Freiland gekommen ist, kann die No-Dig-Methode genutzt werden. Das bedeutet, dass auf Umgraben verzichtet wird. 

Vorbereitungen für das Beet 

 Unser Gartenboden beherbergt eine Vielzahl von Lebewesen. Bis zu zehn Milliarden Lebewesen leben in einem Liter gesundem Gartenboden. Mikroskopisch kleine Bakterien, Einzeller, Strahlenpilze, Algen, Insekten, Milben und Regenwürmer zählen dazu. Jedes dieser Lebewesen bevorzugt eine bestimmte Bodentiefe. Durch Umgraben werden diese Strukturen gestört. Lediglich sehr stark verdichtete Böden oder schwere Lehmböden können mit der Grabegabel gelockert und belüftet werden. Sowohl auf bereits bestehenden Beeten als auch bei der Neuanlage eines Beetes kann die No-Dig-Methode angewendet werden. Das Beet wird mit Pappe abgedeckt. Dabei wird einfache, wenig bedruckte Pappe verwendet, die frei von Klebestreifen und Folien sein muss. Soll ein Beet auf einer Rasen- oder Wiesenfläche angelegt werden, sollte die Fläche vorher gemäht werden. Ein Rahmen aus einfachen Holzbrettern erleichtert die Arbeit, ist jedoch nicht Bedingung. Auf die großzügig gewässerte Pappe wird eine Schicht von zirka zehn bis fünfzehn Zentimetern Komposterde aufgebracht.

 

Mit den ersten warme Tagen kann auch auch die Aussaat beginnen (Foto: Tung Lam/Pixabay)

Bepflanzung 

Es kann entweder abgewartet werden, bis in der Erde eventuell vorhandene Sämereien auflaufen. Diese können dann gejätet oder mit der Pendelhacke bearbeitet werden. Oder es werden sofort Direktsaaten vorgenommen. Als Kandidaten eignen sich im März Radieschen, Karotten, Schalerbsen, Rettiche, Mai-Rübe, Rauke, Schwarzwurzeln, Lauchzwiebeln, Petersilie und Salate. Es müssen Zeilen- und Pflanzabstände beachtet werden und zukünftige Pflanzengesellschaften in Mischkultur können schon bei der Saat angelegt werden. Ringelblumen zwischen Weißkohlpflanzen sehen zum Beispiel nicht nur sehr gut aus, sondern haben auch ganz praktischen Nutzen. Denn die Wurzelausscheidungen der Ringelblume halten schädliche Fadenwürmer von den Nutzpflanzen fern. Auch das Einsetzen von vorgezogenen Jungpflanzen ist in einem No-Dig-Beet möglich.

 

 

Ökotipp des Monats

Das richtige Futter für unsere gefiederten Freunde

Einige unsere Gartenvögel beginnen bereits im März mit der ersten Brut. Zu diesen Frühstartern zählen Sperlinge, Amseln, Stare und Singdrosseln. Wenn kaltes Wetter die Entwicklung der Insekten hemmt, sind diese Vögel auf zusätzliche Nahrungsangebote angewiesen. Es sollte aber auf Fettfutter, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne verzichtet werden, da es den Jungvögeln schaden kann. Am besten eignen sich möglichst kleine, fettarme Sämereien von heimischen Wildkräutern oder Mehlwürmer und andere nicht getrocknete Insektenlarven.
Foto: gamagapix/Pixabay

Sven-Karsten Kaiser,
Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Die hier vorgestellten Gartentipps wurden vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V und dem sächsischen Verbandsjournal "Unser Kleingarten" veröffentlicht.

Diese Beiträge werden vom LSK und dem Journal kostenlos für den Aushang in der Gartensparte zur Verfügung gestellt.
Auf den Internetseiten des Landesverbands gibt es eine riesige Auswahl an nützlichen Tipps, und rechtliche Informationen rund um den Kleingarten. Ein Blick auf die Seiten des Dachverbands lohnt sich für jeden Kleingärtner.

Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V ist der
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Das sächsische Verbandsjournal
Garten-Ratgeber für Kleingärtner und Hobbygärtner mit praktischen Gartentipps zum ökologischen und nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau sowie naturnahem Gärtnern.

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